VIPER REXUS

Viper ist wieder mit an Board – der Start von Rexus 23 wird nachgeholt! Im Frühjahr 2019 werden sich acht Teammitglieder wieder auf den Weg zum Esrange Space Center in Schweden machen, um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zubringen. Bis dahin müssen aber noch einige Kleinigkeiten erledigt werden. Das heißt Endspurt für das Team Viper, denn die Vorfreude auf die Kampagne ist schon riesig!

Wir halten Euch auf dem Laufenden!!

Wir haben unser Projekt heute im Rahmen einer kleinen Ausstellung vor ausländischen Studenten vorgestellt. Bei Kaffee und Kuchen war das Interesse in angenehmer Atmosphäre groß.

Fabian und Martin sprechen mit einem ausländischen Studenten. Im Hintergrund sind Plakate von VIPER zu sehen.
Fabian und Martin im Gespräch mit einem ausländischen Studenten

Wegen der laufenden Unfalluntersuchung hatten wir einen Tag frei, nachdem wir unser Modul flugfertig vorbereitet haben. Wir sind auf der Loipe des Esrange Space Center Langlaufen gegangen und sind abends zum Einkaufen in einen Supermarkt in Kiruna gefahren.

Für REXUS 24 war heute der große Tag. Früh morgens wurde die Rakete zum Launcher transportiert und darauf montiert. Nach ein paar Tests war REXUS 24 abflugbereit! Währenddessen waren wir im Dome und haben unser Experiment repariert. Die Deadline war auf 18:00 Uhr festgelegt, deshalb mussten wir zügig arbeiten. Am frühen Nachmittag näherte sich der Countdown von REXUS 24 der Null, deshalb sind wir zum Hauptgebäude gegangen, um eine bessere Sicht zu haben. Der Start war sehr beeindruckend! Leider gab es Schwierigkeiten. Aufgrund dessen wurde angekündigt, dass REXUS 23 nicht starten wird, bis die Fehlerursache gefunden wurde. Die Deadline war damit hinfällig und wir konnten unser Experiment am Abend fertigstellen, ohne zu wissen, was uns am nächsten Tag erwarten würde.

Für alle Teams, die ein Experiment an Bord von REXUS 24 hatten, tut es uns sehr leid. Sie haben sehr viel Arbeit in ihre Module investiert, um am Ende doch nicht das Experiment durchführen zu können. Wir hoffen, dass ihr die Chance bekommt, eure Experimente zu reparieren und auf einer anderen Rakete zu fliegen!

Morgens sind Fabian und Martin zur Church gefahren, um unsere Late Access Procedure zu trainieren. Sie mussten spezielle ESD-Schutz Klamotten tragen, die von SSC zur Verfügung gestellt wurden. Fabian gab Anweisungen entsprechend einer Checkliste, die Martin mit Unterstützung durch einen Mitarbeiter des ZARM ausgeführt hat. Alles hat wie geplant funktioniert, allerdings haben wir 5 Minuten länger gebraucht, deshalb wurden der Late Access Procedure im Zeitplan des Countdown 10 Minuten hinzugefügt. Anschließend hatten wir den ersten Flightsim Test. Die Teams haben ihre Bodenstationen im Science Center aufgebaut, und die Rakete befand sich auf dem Startgelände. Leider musste der Flightsim Test abgebrochen werden, da wir etwa 10 Sekunden nach SOE die Verbindung zum Experiment verloren haben. Wir haben sofort mit der Fehlersuche angefangen, und glücklicherweise hatten wir ein Video der Videoübertragung unserer Kamera im Modul. Wir haben herausgefunden, dass wir eine Fehlfunktion des Motors hatten, die die Hardware des Experiments ernsthaft gefährdet hat, was den Testabbruch unbedingt erforderlich gemacht hat. Wir haben direkt mit der Reparatur des Moduls angefangen. Zu diesem Zeitpunkt war es nicht klar, ob wir das Experiment rechtzeitig flugbereit bekommen…

Heute war ein sehr motivierender Tag. Nachdem alle Experimente für den Bench Test vorbereitet wurden, hatten wir zwei vollständige Flugsimulationen auf der Bench. Alles hat reibungslos funktioniert. Beim ersten Bench Test war das Video Signal, das auf einen kleinen Monitor übertragen wurde, relativ schlecht, deshalb ist Michael beim zweiten Test in die Telemetrie Station der MORABA gegangen. Dort war das Video Signal perfekt, und das Personal hat uns versprochen, dass das auch die Qualität ist, die wir während des Fluges bekommen. Nach diesen Tests wurden alle Experimente für den Flug vorbereitet, und die gesamte Nutzlast der Rakete wurde zusammengebaut. Nach einem Com-Check wurde die Rakete auf den Transport-Wagen gelegt und zur restlichen Flugvorbereitung zur Church gefahren. Es war ein tolles Gefühl, die Rakete aufrecht stehend in der Mitte des Dome zu sehen!

Video zu Tag 6:

Heute haben wir mit unserer Flugvorbereitung weiter gemacht. Nachdem wir ein paar späte Reperaturen an Boards vorgenommen hatten, wurde das Experiment wieder zurück in den Raketencontainer gepackt. Für den ersten Hot Test auf der Bench haben wir eine ISCA eingesetzt. VIPER hat nominell funktioniert und es gab keine Probleme während diesem Test.

Hier ist das Video von heute 😉

 

Am Morgen haben wir das Modul für den anstehenden Bench Test zusammen gebaut. Dieses Mal hat der Endschalter sehr gut funktioniert und den Motor an der vorgesehen Position angehalten. Allerdings hat der Laderegler versagt. Das Elektronik Team die Ursache herausgefunden, aber dann entschieden, den Laderegler zu entfernen. Das hat keinen Einfluss auf unser Experiment, allerdings werden wir keinen Schmelzversuch mehr machen können.

Video von Tag 4:

Heute hatten wir mit ein paar Problemen zu kämpfen. Die Batterien haben sich entladen, obwohl das Experiment ausgeschaltet war, und der Motor wurde manchmal nicht durch den Endswitch gestoppt. Unser Elektronik Team hat bis spät in die Nacht gearbeitet, aber alle Fehler konnten behoben werden. Der Vorteil davon war, dass manche von uns Nordlichter sehen konnten, obwohl die Sicht relativ schlecht war. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen noch einmal die Möglichkeit dazu bekommen. Da wir so lange gearbeitet haben, konnten wir sehr viel Video Material sammeln, deshalb ist das Video für heute etwas länger geworden 😉

Heute war unser erster Arbeitstag. Nach dem Frühstück gab es ein Erstes Treffen im Hörsaal Polaris. Abgesehen vom heutigen Zeitplan beinhaltete die Präsentation auch genaue Sicherheitsanweisungen, da die Sicherheit im Esrange Space Center eine wichtige Rolle spielt. Anschließend gingen alle Teams zum Dome, die Halle, in der alle Experimente und die Nutzlasten der Raketen zusammengebaut werden. Zu Anfang haben wir das gesamte Experiment überprüft. Zum Glück funktionierte nur das Batterie-Pack nicht mehr, wahrscheinlich wegen den niedrigen Temperaturen von bis zu -35°C während des Transports. Da wir aber zwei Ersatz-Batterie-Packs dabei haben, war das kein Problem. Den Rest des Tages haben wir ein paar Teile ausgetauscht, wie die LED Beleuchtung, und haben ein paar Kabel ausgebessert.

 

Hier ist das Video des zweiten Tages: