VIPER REXUS

Das war unser erstes Team Treffen nach der REXUS/BEXUS Trainingswoche. Vor allem anderen brauchen wir ein anderes Bulkhead. Wir hatten vor, das Standard Bulkhead zu verwenden, aber mit diesem wäre oberhalb von unsere Experiment nicht genug Platz übrig. Deshalb benötigen wir ein bottom mounted bulkhead. Außerdem möchten wir die Auslegung unserer Cupola verändern. In der Mitte soll eine Kamera untergebracht werden, sodass der Motor zur Seite der Cupola weichen muss. Außerdem benötigen wir einen zuverlässigen Mechanismus, der die Heizsonden im HPPM während der Radio Silence und während des Starts verriegelt. Das ist nicht gerade einfach, da wir nur sehr wenig Platz in der Cupola haben. Ein anderer Aspekt, den wir berücksichtigen müssen, ist mögliches Kondenswasser der Umgebungsluft, wenn die ISCA in das Modul eingesetzt wird. Während der Radio Silence kann die äußere Struktur der ISCA nicht beheizt werden. Unser Thermal Team wird sich darum kümmern. Darüber hinaus sind wir dabei, T-Shirts mit unserem Logo zu bestellen 😉

REXUS/BEXUS Trainingswoche

Die Trainingswoche beim DLR in Oberpfaffenhofen folgte einem straffen Programm: 17 Team, 9 Länder, 22 Vorträge, 17 Reviews, 4 Exkursionen. Eine Woche voller neuer Eindrücke und nützlicher Informationen, die vom 20. bis zum 24. Februar stattgefunden hat.

Die Vorträge deckten alle zum Bau eines REXUS Moduls notwendigen Aspekte ab, vom Thermal Design bis zur Elektronik, inklusive Projekt Management und Outreach. Sehr wichtig und ziemlich lustig waren die kurzen Unterrichtsstunden in Bayerisch, die jeden Morgen stattfanden. Diese beinhalteten ein paar nützliche Sätze, die jeder wissen sollte, wie zum Beispiel:

Ozapft is                                             The REXUS/BEXUS training week begins.

Mächtig Hoiz voa da Hüttn’             BEXUS balloons are really big.

Parallel zu den Vorträgen fanden die Reviews für alle Teams statt. Unser Review verlief wie erwartet, und mit dem Feedback der Ingenieure können wir jetzt unser Design für den CDR im Juni fertigstellen.

Während den Veranstaltungen hatten wir viele Gespräche mit den anderen Teams, über deren Projekte genauso wie über das bayerische Essen. Außerdem hatten wir sehr interessante Führungen beim DLR und bei IABG. Beim DLR haben wir das Zentrum für Robotik, das GSOC und das Flight Control Center des europäischen COLUMBUS Modul mit dessen ehemaligen Flight Director besucht. Außerdem haben wir das Testzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik von IABG besucht, was sehr beeindruckend war.

Die Trainingswoche war das erste und einzige Mal, dass alle Teams, die am 10. Zyklus des REXUS/BEXUS Programms teilnehmen, aufeinander getroffen sind. In Zukunft werden die Trainings und Reviews für REXUS und BEXUS getrennt voneinander stattfinden. Wir möchten an dieser Stelle einen Überblick über die vertretenen Länder geben:

  • Spanien                              1 Team
  • Italien                                  1 Team
  • Schweden                          1 Team
  • Deutschland                      6 Teams
  • Vereinigtes Königreich    2 Teams
  • Schweiz                              1 Team
  • Österreich                          1 Team
  • Frankreich                          1 Team
  • Portugal                              1 Team

Wir hatten gerade unser internes Preliminary Design Review. Wir haben Studenten und Professoren von FH Aachen und RWTH Aachen eingeladen, um unsere Präsentation, die wir für die Trainingswoche in Oberpfaffenhofen nächste Woche vorbereitet haben, zu überprüfen. Wir haben sowohl den Inhalt, als auch das Layout der Präsentation ausführlich diskutiert. Zusätzlich haben wir ein paar Folien für eventuelle Fragen seitens der Ingenieure in Oberpfaffenhofen vorbereitet. Wir haben fast zwei Stunden gebraucht, um eine zwanzig minütige Präsentation zu überprüfen, wir waren also sehr detailliert 😉

Heute hatten wir unser erstes Team Treffen in diesem Jahr. Wir haben alles überprüft, was in der freien Zeit seit Weihnachten gemacht wurde und haben besprochen, was bis zum PDR erledigt werden muss. Besonders das Strukturteam hat viel zu tun. Das Design muss fertiggestellt werden. Wir haben uns auf die Auslegung des Heat Probe Pushing Mechanisms (HPPM) konzentriert. Momentan möchten wir die Heizsonde mit einer Feder durch eine zylindrische Hülle drücken, die auch einen Kraftsensor enthält. Bisher ist dabei kein Platz für eine Kamera, aber wir werden auch dafür eine Lösung finden. Das Elektronik Team kommt gut voran und beginnt bald den Bau einer ersten Version für ein Board für die Temperatursensoren. Außerdem müssen wir mit der Dokumentation für den SED beginnen.

Wir haben die Zusage für ein Flugticket bekommen! 

Jetzt wird es ernst. Wir haben nicht mehr viel Zeit bis zum Preliminary Design Review im Februar, es wartet also viel Arbeit auf uns. Wir müssen viele Entscheidungen über unser Design, unsere Struktur, Elektronik und Sensoren treffen…

 

Schon ist der Auswahl-Workshop in Bonn vorbei. Wir haben ein paar der anderen REXUS und BEXUS Teams aus Deutschland getroffen und deren Präsentationen gesehen. Ein paar von ihnen haben sehr ausgefallene Ideen. Heute waren wir an der Reihe. Es lief sehr gut und uns wurden keine kritischen Fragen gestellt. Die Ingenieure haben uns gebeten, nicht so viele LiPo Batterien zu benutzen (bisher war geplant, 1kg davon einzubauen). Sie haben uns zugesichert, dass wir bis zum Start der Rakete Ground Power bekommen. Dadurch können wir auf die wieder aufladbaren LiPo Batterien verzichten und auf kleinere, nicht wieder aufladbare NimH Batterien zurückgreifen. Natürlich müssen wir jetzt einen Stecker für die externe Stromversorgung entwerfen, der automatisch ausgesteckt wird, wenn die Rakete abhebt. Trotzdem sind wir mit tollen neuen Erfahrungen im Gepäck, ein paar neuen Freunden und natürlich mit einem verspäteten Zug nachhause gekommen.

Vier von uns beim Auswahl-Workshop in Bonn

Alle Teams beim Auswahl-Workshop

Wir haben über die technischen Details unseres Experiments gesprochen und haben uns auf eine Auslegung festgelegt, die wir beim Auswahl-Workshop in Bonn präsentieren möchte. Bisher sind das keine endgültigen Entscheidungen. Wie möchten drei Eisbehälter haben, wie im Bild rechts zu sehen ist. Die Behälter werden gegen eine Dichtung gepresst, um zu verhindern, dass Flüssigkeit in die Rakete gelangt. Momentan überlegen wir uns, welche Kühlung am besten ist, Peltier Elemente oder Trockeneis?

 

Lieber zukünftiger Wissenschaftler, Abonnent oder zufälliger Besucher,

unser Team entstand durch einen Anruf, der unseren Professor vor kurzem erreicht hat. Er hat uns sofort während unserer Raumfahrt-Vorlesung darüber informiert, dass wir die Möglichkeit haben, am REXUS Programm teilzunehmen. Drei Stunden später haben wir ein Team gegründet und uns in 5 Untergruppen aufgeteilt:

 

  • Struktur
  • Thermal
  • Science
  • Programmierung und Elektronik
  • PR/Outreach

Kurz darauf begann die Arbeit, und wir konnten noch ein paar Team Mitglieder dazu gewinnen. Ein großer Berg Arbeit kommt auf uns zu, da bereits in 3 Wochen der Auswahl-Workshop des DLR beginnt. Dort müssen wir unser Experiment vor ein paar Ingenieuren von ZARM, DLR, SSC und MORABA vorstellen. Diese Ingenieure werden die Teams auswählen, die auf der REXUS Rakete fliegen werden…

Haben Sie jemals die Sterne am Nachthimmel beobachtet und über Leben auf anderen Planeten oder in anderen Sonnensystemen nachgedacht? Wie könnte es aussehen? Wie könnten wir kommunizieren?

Dies sind ein paar der Fragen, die Astronomen seit hunderten von Jahren zu beantworten versuchen. Bisher ist ihnen das nicht gelungen…

Es besteht die Möglichkeit, Spuren von außerirdischem Leben in unserem eigenen Sonnensystem zu finden. Einer der Monde Saturns, Enceladus, besteht zu großen Teilen aus Eis. Unter der Eisoberfläche vermuten Wissenschaftler einen Ozean, in dem Leben existieren könnte.

Wie kann dieser Ozean erreicht werden? Offensichtlich ist es kein Problem Enceladus zu erreichen, wie vergangene Forschungsmissionen beweisen. Cassini zum Beispiel flog zu Saturn und setzte Huygens ab, der auf dem am 14.01.2005 auf dem Mond Titan landete. Aber wenn man dort ist, wie kommt man durch das Eis?

Natürlich muss man sich hindurch schmelzen. Bisher gab es keine Experimente, die sich mit Schmelzprozessen in Vakuum und unter Mikrogravitation auseinander gesetzt haben. Da die FH Aachen bereits einen funktionierenden Icemole (ein Roboter, der sich durch Eis schmelzen kann) besitzt, möchten wir dem Raumfahrt spezifische Informationen hinzufügen, die zu einer zukünftigen Forschungsmission zum Ozean von Enceladus führen könnten. Eines dieser Projekte, DiMIce, beschäftigt sich bereits jetzt mit der Situation auf Enceladus. Weitere Informationen dazu hier.

Cassini, Saturn und Enceladus | Quelle: Flickr, Kevin Gill

Enceladus | Quelle: Flickr, Stuart Rankin