VIPER REXUS

Heute ist der große Tag, der Hot Countdown beginnt um 06:45 Uhr Lokalzeitung. Das Wetter is gut, die Temperatur ist ziemlich niedrig und jeder ist gespannt. Das Experiment verhält sich normal, und die Late Access Procedure wird etwas früher beendet als vorgesehen. Kurz danach, bei T-0:50:00, wird der Countdown kurz angehalten, da MORABA den Raketenmotor und TESOS in Styropor packt, um sie warm zu halten. Entgegen unserer Erwartung steigt die Eistemperatur auf -5,5°C. Unser Team an der Groundstation diskutiert, was zu tun ist, und sie entscheiden sich dazu, den Countdown we geplant fortzusetzen, da ein zweiter Late Access zum Austausch der ISCA einen Start am selben Tag unmöglich gemacht hätte. Letztendlich hat das Eis beim Start eine Temperatur von -4,5°C, was innerhalb unserer Grenzwerte liegt.

Wir genießen den ausgezeichneten Blick während die Rakete in den blauen Himmel aufsteigt, aber wir verlieren den Sichtkontakt, als der Motor ausbrennt. Zurück im Pool Room sind wir alle sehr zufrieden mit dem erfolgreichen Start, besonders weil wir ein Jahr warten mussten, bis wir eine zweite Chance für einen Start bekommen haben.

Später bekommen wir den Anruf, dass wir unsere ISCA aus dem Modul holen können. Unser Late Access Team war unter den ersten, die die Payload nach dem Flug zu Gesicht bekommen haben. Leider war die Landung härter als geplant, und unsere Hardware wurde beschädigt. Wir haben alle Sensor Daten, die an die Groundstation übertragen wurden. Jetzt beginnt die Untersuchung, was beim Abstieg der Rakete passiert ist.

Heute wurde es langsam ernst, wir hatten den Test Countdown. Das Wetter war perfekt und die Temperatur fiel auf -32°C. Alles lief gut, nur unser Late Access Team hatte mit kalten Fingern zu kämpfen. Es war relativ Schwierig, die Stecker der ISCA mit den kleinen Schrauben zu fixieren. Wir sind auch auf den Radar Hill gegangen und konnten die gute Sicht auf den Launcher genießen.

Wir haben uns dazu entschieden, die Menge an Trockeneis in der ISCA wegen des kalten Wetters zu reduzieren. Während unseres Hot Bench Test war die Eistemperatur zu niedrig. Das würde vor dem Start einen Hold des Countdown erfordern, bis die Temperatur des Eises -15°C erreicht.

Am Abend haben wir eine Post Flight Procedure für den morgigen Hot Countdown erstellt, um zu garantieren, dass wir nichts vergessen

Wir haben heute den Flight Sim Test erfolgreich abgeschlossen. Hinterher hatten wir ein bisschen Freizeit, die wir in Kiruna verbracht haben, während die andere Hälfte des Teams im Space Center blieb, um die Eisproben für den Flug vorzubereiten und den Mass Dummy, den wir für den Spin und Balance Test benutzt haben, auszubauen. In Kiruna haben wir das Eis Hotel und die Kirche, eines der größten hölzernen Gebäude Schwedens, besucht.

Morgens haben wir für den Spin und Balance Test unseren Mass Dummy in das Modul eingebaut. Anschließend wurde die Payload vollständig zusammen gebaut und aufgerichtet. Vor der Rakete konnten wir dann ein paar Team Fotos schießen. Im Anschluss wurde die Payload in den Dome transportiert, wo der Spin und Balance Test erfolgreich durchlaufen wurde. Da dieser Test von der MORABA durchgeführt wurde, hatten wir ein bisschen Zeit um in den Fitnessraum und die Sauna unseres Hotels zu gehen.

Beim Frühstück konnten wir einen Fuchs auf dem Parkplatz vor dem Fenster sehen! Leider gibt es davon kein Video…

Heute standen zwei Benchtests auf dem Programm. Während der Vorbereitung für den ersten Hot Test hatten wir eine Fehlfunktion in der Elektrik, was eine Verspätung von ungefähr vier Stunden verursachte. Unser Elektronik Team konnte das Problem aber beheben, sodass wir den Benchtest erfolgreich absolvieren konnten. Dieser Test war außerdem für Team ARES, die an Bord der Rakete direkt unter uns platziert sind, einen Blick auf unser Experiment zu werfen und sich davon zu überzeugen, dass kein Wasser aus dem Modul austritt. Am Ende des Tages sind wir mit unserem Experiment zur Flugvorbereitung in den Dome umgezogen, da in der Church der Raketen Motor vorbereitet wurde.

Heute stand der erste COM Check auf dem Programm. Nach der Vorbereitung unseres Experiments haben wir den Test erfolgreich durchlaufen. DAEDALUS hatte heute einen Hot Test, bei dem sie ihre Space Seeds ausgeschossen haben, was in Zeitlupe im Video zu sehen ist

Nach unserem ersten morgendlichen Meeting und einer Sicherheitseinweisung sind wir in die Church gegangen, um unsere Experimente in Empfang zu nehmen, die seit fast einem Jahr dort eingelagert waren. Alle Teams haben diese auseinander gebaut und ihre Batterien und andere Subsysteme überprüft. Wir haben außerdem unser HPPM Assembly ausgetauscht, das wir schon zuhause gebaut haben. Unsere Elektronik wurde überprüft, ein neues Batterypack eingebaut und das ganze Experiment für den Comm-Check morgen früh vorbereitet.

Heute ist unser Reisetag. Acht Team Mitglieder von uns fahren nach Kiruna, vier nehmen einen Flug, den das DLR gebucht hat, die anderen haben sich selbst einen Flug gebucht. Die erste Gruppe fuhr um 08:00 Uhr zum Düsseldorfer Flughafen. Wir hatten eine Zwischenlandung in Stockholm Arlanda, wo wir pünktlich landeten. Unser zweiter Flug hatte eine Verspätung von ungefähr 15 Minuten. Die anderen vier fuhren zunächst mit einem ICE von Köln nach Frankfurt Flughafen und flogen über Stockholm und Umeå nach Kiruna. Ihr letzter Flug hatte eine Verspätung von fast 30 Minuten. Bei der Ankunft in Kiruna waren wir überrascht, dass die Temperatur etwa 0°C betrug und viel weniger Schnee lag als im letzten Jahr. Wir haben es geschafft, unser Gepäck mit vier extra Boxen mit Ausrüstung in unserem Auto zu verstauen und sind zum Esrange Space Center gefahren. Da die meisten anderen Teams von REXUS 23 erst spät in der Nacht ankommen sollten, hatte das Restaurant auf dem Gelände geschlossen. Deshalb fuhren wir zurück nach Kiruna und hatten ein leckeres Abendessen in einem Thailändischen Restaurant zusammen mit einem Mitglied von DAEDALUS

Viper ist wieder mit an Board – der Start von Rexus 23 wird nachgeholt! Im Frühjahr 2019 werden sich acht Teammitglieder wieder auf den Weg zum Esrange Space Center in Schweden machen, um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zubringen. Bis dahin müssen aber noch einige Kleinigkeiten erledigt werden. Das heißt Endspurt für das Team Viper, denn die Vorfreude auf die Kampagne ist schon riesig!

Wir halten Euch auf dem Laufenden!!

Wir haben unser Projekt heute im Rahmen einer kleinen Ausstellung vor ausländischen Studenten vorgestellt. Bei Kaffee und Kuchen war das Interesse in angenehmer Atmosphäre groß.

Fabian und Martin sprechen mit einem ausländischen Studenten. Im Hintergrund sind Plakate von VIPER zu sehen.
Fabian und Martin im Gespräch mit einem ausländischen Studenten